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Caroline Kaiser (Gast) - 18. Jan, 15:08

Thea Pumbroek, letztes Opfer der kommerziellen KP in den Niederlanden

Thea Pumbroek * 1978, gestorben am 27. August 1984

Das Schicksal der Thea Pumbroek sollte eine Warnung an alle sein, die immer noch Kinderpornographie verharmlosen oder sogar verherrlichen, aber auch an die, die diese abscheulichen Verbrechen mit der freien und selbstbestimmten Sexualität von Jugendlichen gleichsetzen wollen.

Es ist sehr schwer, überhaupt Informationen über Thea Pumbroek zu bekommen.

Selbst im Internet gibt es praktisch keine näheren Informationen.

Prof. Max Taylor und Dr. Ethel Quale ist zu danken, daß sie diesen Fall mit ihrem Buch "Child Pornography - An Internet Crime " wieder ins Licht der Öffentlichkeit gerückt haben.

Sie fanden auch heraus, daß praktisch alle Unterlagen über ihren Tod "verschwunden" sind.

Thea wurde 1978 geboren. Die Angaben zu ihren ersten drei Lebensjahren liegen größtenteils im Dunkeln.

Sie ist aber bereits im Alter von 3 für Kinderpornographie mißbraucht worden. Angefangen mit "Posing", welches sich zur harten Kinderpornographie steigerte.

Da sie bei der Vergewaltigung entsetzliche Schmerzen hatte, außerdem den "Fotografen" und "Filmern" beim "Sex" wohl zu passiv war, wurde ihr Kokain verabreicht, damit sie einerseits die Schmerzen nicht mehr spürte, andererseits beim "Shooting" "aufdrehte".

Ihre Fotos sind in zahlreichen Magazinen abgedruckt worden, außerdem wurden auch einige Filme gedreht, sprich sie ist vor laufender Kamera mißbraucht worden.

Die Hölle, die Thea Pumbroek durchgemacht hat, ist wohl kaum zu beschreiben. Ihr sind immer stärkere Kokaindosen verabreicht worden, bis sie schließlich am 27.August 1984 an einer Kokainvergiftung starb.

Ausgerechnet im Vergnügungshotel (!) "Holiday Inn" in Amsterdam.

Der Mörder (Kameramann) hatte das Hotelpersonal noch um Ruhe gebeten, damit er seine "Arbeit" in Ruhe durchführen konnte. Es war damals nicht ungewöhnlich, daß Kinderporno Filme oder Shootings in Hotelzimmern produziert worden sind.

Dieser Fall ging groß durch die Medien und sowohl die Opposition, als auch die Regierung sprachen sich (endlich !) für ein Verbot der Produktion und des Vertriebs/Kauf/Verkaufs von Kinderpornographie aus.

Nur der Innen- und der Justizminister wehrten sich immer noch. Nachdem der Druck der Medien und der Öffentlichkeit zu groß wurde, lenkte auch der Innenminister ein.

Der Justizminister verweigerte aber immer noch Reformen, er verschleppte die faktische Umsetzung noch bis ins Jahr 1986. Er stellte dies als "Einzelfall" dar,
der erste ihm bekannte Fall, bei dem eine "Darstellerin" bei "Dreharbeiten" zu Tode kam.

Er verteidigte NL als letzten Hort der "Liberalität", wobei mich diese "Liberalität" eher an Guantanamo erinnert.

Mag dieser Todesfall in seiner schrecklichen Konsequenz auch singulär gewesen sein, wobei ich mir da noch nicht mal sicher bin, es ist durch nichts zu rechtfertigen, daß kleine Kinder vor der Filmkamera sexuell brutal mißbraucht werden.

So haben dann auch die niederländischen Liberalen schon sehr früh das Verbot von KP gefordert, anders als ihre Kollegen in Dänemark, während die meisten anderen Parteien in den NL meistens keinen Handlungsbedarf sahen, dieses Thema nicht in den Fokus der Öffentlichkeit lenken wollten, bzw. die Verfügbarkeit von KP als Bestandteil der liberalen Pressefreiheit ansahen.

Die rechtlichen Konsequenzen des Falls Thea Pumbroek liegen größtenteils im Dunkeln.

Es gibt widersprüchliche Angaben. So soll der letzte "Kameramann" verhaftet worden sein, der dies aber "nur" als "Auftragsarbeit" darstellte. Ein folgender Prozess war nicht öffentlich. Das Urteil lautete schwere Körperverletzung mit Todesfolge.

Eine Bestrafung wegen Anfertigung von KP war nicht möglich, da diese ja im Jahr 1984 noch legal war ( was juristisch natürlich richtig ist, denn niemand kann für Taten bestraft werden, die zum Zeitpunkt des Geschehens noch keine Straftaten waren ).

Die Akten sind bis heute nur für Kriminalbeamte zugänglich.
Prof. Max Taylor äußert sich in seinem Buch sehr unkonkret, es entsteht aber der Eindruck, daß hier kaum noch Akten existieren.

Erst durch Thea Pumbroeks Tod, wurde eine größere Öffentlichkeit in den NL auf die Problematik der Kinderpornographie aufmerksam. Wer sich vorher nicht mit Pornographie beschäftigt hatte, wußte oft nicht, daß KP überhaupt noch in den NL legal war. Wenn es auch Kioske gab, die diese offen anboten, dies war aber mehr in den Großstädten der Fall. Es gab auch damals schon Sexshops, die KP ablehnten.
Der wichtigste Großhändler Bookpress B.V. weigerte sich schon Anfang der 70er, KP mit ins Vertriebssystem aufzunehmen.

Zuletzt war das Thema 1979/80 in den Medien, nachdem ein Verbot in DK umgesetzt worden ist. Danach gab es von 1981-84 nur sehr wenige Berichte
in den Medien. Dieses tragische Ereignis wirkte wie ein zusätzlicher Schock, man hatte völlige Liberalität mit völliger Gleichgültigkeit verwechselt.

Beschämend ist, daß es bis heute weder eine Gedenkstätte gibt, noch eine Organisation, die Thea Pumbroeks Namen trägt.

Prof. Max Taylor schreibt dazu bezeichnend :

"As we have found in trying to reconstruct the events around her death, nobody remembers her.

(...) She seems to have been treated in death as little more than the object she has been in life."

Auch die enormen Gewinne, die mit ihrem Leid erwirtschaftet worden sind,
sind weder dem Kinderschutz, noch anderen karitativen Einrichtungen zugute gekommen. Da KP ja bis 86 legal verkauft werden durfte, sind dem niederländischem Finanzministerium dadurch auch beträchtliche MWST Einnahmen zugeflossen.

Man hat zwar aus ihrem Tod die Konsequenzen gezogen - allerdings muß ich Taylor/Quale widersprechen, daß dies der Hauptgrund für die folgenden Reformen war - danach aber versucht alle Erinnerungen zu tilgen. Eine Nachrichtensendung über sie, vom Sept. 1984 wurde - aus rechtlichen Gründen - nie wiederholt.

Auch die Politiker, die bis 1984/5 noch KP verteidigten, litten ab 1986 an einer Art kollektiven Gedächtnisschwunds. Einige taten sich später sogar als ganz besondere Hardliner hervor, denen selbst eine Altersgrenze von 16 noch zu niedrig war. Ihre Aussagen von vor-1986 hatten sie scheinbar "vergessen". Erklärbar ist dies nur durch schwere Schuldgefühle.

Thea Pumbroeks Schicksal verdient jedenfalls in den NL eine viel größere Aufmerksamkeit !

Es ist ja schon fast peinlich, daß ausgerechnet zwei US Wissenschaftler dieses wieder in die Öffentlichkeit brachten. In den NL blieb ihr Buch, anders als in UK oder auch in D, jedenfalls leider fast völlig unbeachtet.

Und wer diesen schrecklichen Fall, und im Bereich der KP gibt es noch viele, viele andere schreckliche Fälle, verharmlost, indem er freiwillige Teenagerpornographie auf eine Stufe DAMIT stellt, der ist für mich genauso therapiebedürftig, wie pädokriminelle Hardliner, die echte KP verharmlosen, selbst wenn sie nicht im physischen Tod des Opfers enden. Im psychischen Tod aber allemal.

bombjack (Gast) - 18. Jan, 21:57

Folgende Fragen:

a) Wo waren die Eltern?
b) Wo waren die Behörden?
b) Ist Kokain zu der Zeit in den NL legal gewesen und ebenso die Verabreichung an Kinder?
c) Kokain ist nur lokalanästhetisch wirksam d.h. es müsste auf die Schleimhäute aufgetragen werden um eine betäubende Wirkung zu entfalten und damit habe ich Zweifel an der Gabe von Kokain zur Schmerzunterdrückung. Zudem könnte es sein, das Kokain bei Kindern zu sog. "paradoxen Reaktionen" führt, ähnlich wie z.B. Ritalin für Erwachsene ein Mittel mit amphetamin-ähnlicher Wirkung ist, bei Kindern mit ADHS bewirkt es das Gegenteil, es macht sie ruhiger.
d) und die Eltern, beteilligte Personen hatten kein Problem mit der Gabe von Kokain, dem Zufügen von Schmerz usw.?
e) Wieviele solcher Fälle hat es gegeben wo Kinder d.h. unter 10 zu soetwas eingesetzt worden sind?
f) Kann es sein, das die meisten Darsteller im Alter der Eva Ionesco (12) waren als sie z.B. Spielen wir Liebe gedreht hat und eben das was da geschildet wird die Ausnahme war?

g) Warum erinnert mich diese Schilderung etwas an das Thema "satanischer Missbrauch" http://www.novo-magazin.de/63/novo6332.htm wo es viele Erinnerungen gab aber keine handfesten Beweise....


bombjack
bombjack (Gast) - 19. Jan, 00:16

Nachtrag

h) [...] Ein folgender Prozess war nicht öffentlich. Das Urteil lautete schwere Körperverletzung mit Todesfolge.[...]

Warum war der Prozess nicht öffentlich? Ein zu schützendes Opfer bzw. Zeugen gab es da nicht mehr und der Täter dürfte auch schon über 21 gewesen sein, so daß er nicht mehr den Schutz des Jugenstrafrechts (wenn man vom deutschen Rechtssystem her argumentiert) genießen konnte und daß zur Begründung "nationale Sicherheit" hergenommen werden kann bezweifle ich.

i) Dann stellt sich noch die Frage nach dem Schutzalter, war es 1984 in den Niederlanden legal, das ein Kind mit 6 Jahren Geschlechtsverkehr mit Erwachsenen hatte, egal ob eine Kamera dabei war oder nicht?


bombjack
Caroline Kaiser (Gast) - 19. Jan, 14:54

Nein, der Mord an Thea Pumbroek hat sich leider tatsächlich so zugetragen

Wenn "Mord" hier auch nicht juristisch korrekt ist, so ist es für mich moralisch gesehen trotzdem Mord.
Mit "satanischen Mißbräuchen" hat dies nichts zu tun.

Bei fast allen Behauptungen dieser Art konnte nachgewiesen werden, daß es sich um Erfindungen handelte, ja von Autoren sogar Beweise gefälscht und Interviews schlicht erfunden worden sind.

So hat Tim Tate, der im Bereich KP für seriöse Sachbücher bekannt war, hier eine Dokumentation über "satanic child abuse" für das UK Fernsehen gedreht, sowie ein Buch darüber geschrieben, fast alle Beweise lösten sich bei kritischer Betrachtung in Luft auf.

Prof.Dr.Jenkins geht darauf näher in seinem letzten Buch ein. Nein, dieser Fall ist leider real, keine Erfindung des FBIs oder der US Zollbehörde, wie niederländische Pädophile frech behaupten. Es ist richtig, daß beide Behörden Fälle erfunden haben, bzw. Sachverhalte bewußt falsch interpretiert haben, aber dieser Fall gehört nicht dazu.

a) Wo waren die Eltern?
Thea war ein unerwünschtes Kind, eventuell war die Mutter nur ein "Seitensprung". Bekannt ist nur, daß sie bei ihrem Vater aufwuchs, der dann ihren Mißbrauch durch KP Produzenten ermöglichte. Es wird die Vermutung geäußert, daß er schwerer Alkoholiker war und deshalb seine Tochter diesen Kriminellen - gegen hohes Entgelt - zum Mißbrauch überlassen hatte.

b) Wo waren die Behörden?
Die Behörden waren in ihrer Behörde. Solange keine Anzeige vorlag, wurde nicht ermittelt. KP Magazine wurden damals noch ganz offen verkauft, sogar an Kiosken, in Tabakgeschäften, Tankstellen, usw.

Erst kürzlich lief eine Dokumentation von 1978 im NL-TV. Da hatte ein Sexshopbesitzer in Amsterdam seine ganzen Magazine und Videos auf einem Tapeziertisch vor seinem Laden ausgebreitet. Darunter auch KPs. Die waren jetzt in der Ausstrahlung verpixelt, aber die Logos der Serien waren zu erkennen. Ein Fahrradfahrer wäre fast mit dem Tapeziertisch kollidiert, weil der schon fast auf dem Fahrradweg stand. Er holte dann die Polizei und die forderte den Sexshopmenschen auf...........
den Tapeziertisch doch etwas weiter zurückzuziehen. Sonst nichts. Dabei war damals schon der OFFENE Verkauf von Pornovideos nicht gestattet ( galt als Ordnungswidrigkeit ), sondern "nur" der Verkauf von Magazinen, weil die unter das liberale Pressegesetz fielen.

b) Ist Kokain zu der Zeit in den NL legal gewesen und ebenso die Verabreichung an Kinder?

Nein, die Verabreichung von Drogen an Kinder war klar illegal. Auch der Konsum von Kokain war damals illegal, eventuell gab es Ausnahmen für den Eigenbedarf. Ich bin auf dem Gebiet keine Expertin. Da Kokain aber immer als harte Droge galt, müßte dies immer schon illegal gewesen sein.

d) und die Eltern, beteilligte Personen hatten kein Problem mit der Gabe von Kokain, dem Zufügen von Schmerz usw.?

Der Vater hat mitkassiert, die anderen Personen waren Mittäter. Was willst Du von denen erwarten ? Mitgefühl ? Viel bedenklicher halte ich die Reaktionen, bzw. besser Nicht-Reaktionen des Hotelpersonals u.a.

e) Wieviele solcher Fälle hat es gegeben wo Kinder d.h. unter 10 zu soetwas eingesetzt worden sind?

Dies ist der einzige dokumentierte Todesfall dieser Art.
Wenn es um KP allgemein geht, dann ist dies schwer zu beantworten, weil ja die Mehrzahl der Opfer nie identifiziert worden ist. Auf die NL bezogen würde ich von mehreren Hundert sprechen, darunter sind dann aber auch andere Formen der KP, also Kinder untereinander, bzw. mit der besten Freundin, die aber auf Anweisung von Erwachsenen produziert worden sind. Da kann aber niemand eine seriöse Zahl nennen, noch nicht mal die Polizei konnte dies in den 90ern. Die Zahlen rechtschristlicher Pseudo-Kinderschutzverbände, die von mehreren 10 000 sprechen, sind stark überhöht und würden nur dann stimmen, wenn ich das Material von 15-17 mitzählen würde.
Nur sind ja die Aufnahmen im Bereich 15-17, sicher auch noch im Bereich 14, alle freiwillig entstanden.
Im Bereich 15-17 gabs ein halbes Dutzend Strafverfahren im Bereich der homosexuellen Jugendpornographie. Deshalb verstehe ich auch diese Kriminalisierung von JP und Gleichsetzung mit KP in keinster Weise !

Bei KP ist dies etwas ganz anderes.
Von einer Freiwilligkeit bei kleinen Kindern kann man kaum ausgehen. Die damalige Definition von KP war < 12 Jahren.

f) Kann es sein, das die meisten Darsteller im Alter der Eva Ionesco (12) waren als sie z.B. Spielen wir Liebe gedreht hat und eben das was da geschildert wird die Ausnahme war?

Sicher ist der Fall Thea eine Ausnahme, bezogen auf den Todesfall. Aber es gab Dutzende von dokumentierten Fällen, wo Kinder unter Drogen oder Medikamenten gesetzt worden sind, um für KP mißbraucht zu werden. Die Dunkelziffer wird gerade vor 86 sehr hoch sein, weil ja eben der Verkauf/Kauf/Vertrieb von KP hier solange legal war.

Nach 86 gab es kaum Bemühungen, Licht ins Dunkel der Zeit vor 86 zu bringen, ausgenommen die beiden großen Kinderpornomogule Willy Strauß und Joop Wilhelmus. Die sind dann ja auch inhaftiert worden. Aber auch deshalb, weil sie sich nach 86 immer wieder strafbar gemacht haben.
Für ihre Untaten vor 86 konnte man sie kaum belangen.

h) [...] Ein folgender Prozess war nicht öffentlich. Das Urteil lautete schwere Körperverletzung mit Todesfolge.[...]

Warum war der Prozess nicht öffentlich?

Dies wurde damals in den Zeitungen damit begründet, daß dies aus Respekt vor dem Opfer geschah. Auch in D werden ja Zuhörer bei Sexualstrafprozessen - zumindest teilweise - ausgeschlossen.

Ich vermute aber auch, daß dort einige unangenehme Einzelheiten ans Tageslicht kamen, die der Lubbers Regierung nicht gepasst hatten. Das Thema ist bis heute ein Tabu in den Niederlanden. Das Prof.Quayle es wieder an die Öffentlichkeit gebracht hat, darüber sind viele nicht gerade glücklich. Zumal die Nachfolger der Lubbers Partei heute in der Regierung sitzen und ganz besonders groß tönen, ja selbst freiwillige Pornographie mit 17-jährigen jetzt als "KP" bezeichnen.

i) Dann stellt sich noch die Frage nach dem Schutzalter, war es 1984 in den Niederlanden legal, das ein Kind mit 6 Jahren Geschlechtsverkehr mit Erwachsenen hatte, egal ob eine Kamera dabei war oder nicht?

Jein/Nein. Das niederländische Strafrecht war ein einziger Flickenteppich. Auf vielen anderen Gebieten auch, nicht nur im Sexualstrafrecht. Die Schutzaltersgrenze lag bei 12. Sex mit unter 12-jährigen war formal strafbar, allerdings mußte es das Opfer selbst, bzw. die Erziehungsberechtigten zur Anzeige bringen. Da das Opfer selbst dies ja nicht konnte, die Eltern fast immer mitkassierten, war dieser Schutz nur ein theoretischer.

Es gab auch noch eine Klausel, wonach Amtspersonen von sich aus ein Verfahren einleiten konnten, aber nur, wenn das Kind niederländischer Staatsbürger war. Und da hatte man ein riesiges Problem, denn wie konnte man die Nationalität feststellen ? z.B. ist der niederländische Pornomarkt ab 1980 mit dänischen KPs überschwemmt worden. Dafür fühlte sich ohnehin niemand zuständig. Die dänische Polizei auch nicht, da es sich (wohl) um Altmaterial vor 79 handelte, als KP auch in DK noch legal war. Solange es nicht in DK angeboten wurde, konnte die dänische Polizei nichts tun. In den NL auch nicht, da es ja dänische Kinder waren. Es gab wohl sehr wenige Versuche einiger engagierter Polizisten, die dann immer sehr schnell in einer Sackgasse endeten, weil die § einfach keine effektive Ermittlung ermöglichten. Selbst wenn die KP Händler, wie Joop Wilhelmus, damit warben " 100% genuine dutch childporn " zu haben, war die Beweislage schwer. Wer sagt, daß die Angaben richtig waren

Oft waren die niederländischen Kinder flämische ( also belgische ) Kinder. Dort interessierte man sich (damals) nicht die Bohne für diese Thematik. Dann wurden Aufnahmen mit holländischen Kindern in Flandern, bzw. in anderen skand. Ländern gemacht, die überhaupt noch keine § gegen KP hatten, wie sollte man dies verfolgen ?

Wilhelmus hat dann aber doch mehrmals Besuch von der Polizei bekommen, meist aber wegen anderer Delikte ( Rufmord, Erpressung, Steuerhinterziehung usw. ). Er hat ja auch - anders als Willy Strauss - kaum selbst produziert, sondern eingeschicktes Material aus aller Welt publiziert.

Dann ist irgendwann noch eine Klausel eingefügt worden, ich meine 1980, nachdem DK KP verboten hatte, die die Produktion besonders grausamer KP unter Strafe stellte.
Grausam wurde aber nicht definiert. Außerdem war dies ein Widerspruch, denn Sex mit unter 12-jährigen war ja ohnehin schon illegal. Wenn man nur die Produktion besonders grausamer KP unter Strafe stellte, war dann die nicht grausamer KP ( was immer man darunter versteht ) legal ? Dieser Anhang diente in erster Linie der Besänftigung der kritischen Stimmen aus dem Ausland, die die NL als "Kinderporno Eldorado" bezeichneten. Und diese Bezeichnung hatte ja leider auch seine Berechtigung.

Die Anfertigung von KP war also formal nicht strafbar, weil es hierfür keine § gab, allerdings war sexueller Mißbrauch an unter 12-jährigen schon ein Straftatbestand, der aber wegen der vielen Lücken und Unklarheiten im § praktisch nicht verfolgt werden konnte. Und die Regierung hatte bis 85 auch kein Interesse daran. Ein Hauptproblem ist auch, daß es hier, von wenigen Reformwellen 67/85 mal abgesehen, keine umfassenden Strafrechtsänderungsreformen gab wie in D oder DK, sondern daß praktisch wöchentlich irgendetwas geändert, wieder zurückgenommen wurde usw. Außerdem gab es hier immer eine sehr pragmatische Auslegung, vielleicht nicht so weitgehend wie in Südeuropa, wo ja das geschriebene § oft nur Makkulatur ist. Aber genau genommen hätte es pornographisches Material mit 15-jährigen Däninnen hier ab 1986 niemals mehr geben dürfen, da ja selbst die Verfassung (!) das Mindestalter von 16 vorschrieb.
1 Jahr Kulanz war aber immer drin. Außerdem wußte man, daß die Produktionsbedingungen in Kopenhagen sehr gut waren. Wenn dies ausgerechnet aus D kritisiert wird, dann ist dies lächerlich, denn kommerzielles 14er Material wurde in den Niederlanden ab 1986 als KP verboten, während es in D ja noch bis Nov. letzten Jahres legal war. Wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen.

Es gab jedenfalls unterschiedliche § betrf. der Produktion von KP ( formaljuristisch illegal, aber praktisch nicht verfolgbar ) und der Vermarktung bereits produzierter KP
( völlig legal ).
Absurd, aber so ist es.

Die dann fertig produzierte KP stand dann unter dem Schutz der Pressefreiheit. Für Druckerzeugnisse gab es sogar noch weitergehende Freiheiten. z.B. der ermäßigte MWST Satz, aber auch die subventionierte Beförderung durch die staatliche Post.
bombjack (Gast) - 20. Jan, 06:35

[...] Bekannt ist nur, daß sie bei ihrem Vater aufwuchs, der dann ihren Mißbrauch durch KP Produzenten ermöglichte. Es wird die Vermutung geäußert, daß er schwerer Alkoholiker war und deshalb seine Tochter diesen Kriminellen - gegen hohes Entgelt - zum Mißbrauch überlassen hatte.
[...]

und damit bestätigt sich indirekt meine Meinung, daß Kinderporno meist ein Nebenprodukt des Mißbrauchs in der Familie ist. Wenn die Eltern bei sowas mitmachen, dann versagt jeder staatliche Schutz und auch jede staatliche Strafandrohung inklusive der Pönalisierung der entsprechenden Medien.

[...]Nein, die Verabreichung von Drogen an Kinder war klar illegal. Auch der Konsum von Kokain war damals illegal,
[...]
Zumindest 1984 sollte es auch in den NL illegal gewesen sein d.h. wenn bei der Obduktion Todesursache Kokainüberdosis festgestellt worden ist, sollten da dann auch entsprechende Anklagepunkte entstanden sein...

[...]Auf die NL bezogen würde ich von mehreren Hundert sprechen, darunter sind dann aber auch andere Formen der KP, also Kinder untereinander, bzw. mit der besten Freundin, die aber auf Anweisung von Erwachsenen produziert worden sind. [...]

Wobei ich mir vorstellen kann, das da auch vieles "von alleine" funktioniert hat, praktisch die berühmten "Doktorspiele" mit der Kamera festgehalten. Ich möchte auch nicht wissen, wieviel Kinderporno in der heutigen Zeit auf diese Art hergestellt wird und zwar durch Kinder selber, besonders wenn ich mich so an die Zeit ab 9 Jahren erinnere und was wir da so alles angestellt haben...wenn es da schon Digitalkameras gegeben hätte, wären Aufnahmen entstanden die strafrechtlich relevant gewesen wären unter der Definition wie sie heute herrscht.
Oder man denke an die Bilder die in dem Buch "Zeig mal" von Will McBride gezeigt werden; würde man die scannen und ohne den Kontext des Buches verbreiten bekäme man ganz gewaltige Probleme, obwohl die inzwischen Erwachsenen Darsteller keine Probleme mit den Aufnahmen haben und sich auch nicht mißbraucht fühlen. Mein Kritikpunkt an der heutigen Situation ist, daß die Definition was denn unter Kinderporno fällt windel weich ist und auch Aufnahmen darunter fallen die eigentlich keinen Mißbrauch mehr darstellen.

[...]Aber es gab Dutzende von dokumentierten Fällen, wo Kinder unter Drogen oder Medikamenten gesetzt worden sind, um für KP mißbraucht zu werden. Die Dunkelziffer wird gerade vor 86 sehr hoch sein, weil ja eben der Verkauf/Kauf/Vertrieb von KP hier solange legal war.[...]

Nur mussten da wie oben geschrieben die Eltern mitspielen bzw. machen mit wenn es um aktuelle Aufnahmen geht und da für mich die Bilder nur ein Symptom sind ist die derzeitige Hatz(Kinderpornofilter und die diversen Aktionen, wie Smasher, Mikkado, Himmel usw.) auf Konsumenten in meinen Augen hinausgeschmissenes Geld, denn komischerweise erwischt man bei den ganzen Verdächtigen viele (oder auch nicht vgl. Ergebnisse von Operation Himmel) die zwar Kinderporno konsumieren, aber so gut wie keine realen Täter die Kinder mißbrauchen. Ich gehe fast soweit, daß die Trefferquote für realen Kindesmißbrauch unter den Verdächtigen genauso groß ist, wie wenn man bei allen Kindern in einer Schule mal eine Ermittlung anstoßen würde, warhrscheinlich wäre je nach Problembezirk (Neuköln Berlin) die Trefferquote sogar höher.
Mit anderen Worten jeder Euro denn man in unterschwellige Hilfsangebote für Opfer und auch potentielle Täter steckt, in die Aufklärung investiert hilft viel mehr Kindern als alle Verfolgung der Konsumenten. Das Gleiche gilt für den sog. Kindersextourismus, sorgt man dort dafür daß die Polente nicht mehr korrupt ist (denn sie verdienen da dann auch mit anderen Sachen Geld), es den Familien besser geht usw. dann hilft das viel mehr Kindern....
Desweiteren kann ich mich an einen Post in einem Forum erinnern, wo jemand schrieb wie er in St. Petersburg mit seinem russischen Fahrer auf die Thematik kam; der Fahrer verschwand un kam mit einer VHS Kasette zurück auf der St. Petersburger Straßenkids bei Sex zu sehen waren....ich kann mir vorstellen daß die dies nicht nur machen wenn eine Kamera dabei ist und ich bin der Meinung daß es für diese Kids ziemlich irrelevant ist, ob Konsumenten bei uns verfolgt werden oder gar ob russische Behörden den Typen der die Kids für die Aufnahmen bezahlt hat einlochen....

[...]Oft waren die niederländischen Kinder flämische ( also belgische ) Kinder. Dort interessierte man sich (damals) nicht die Bohne für diese Thematik.
[...]
Ähnliche Thematik hat mir ein Kollege aus Tschechien mit den dort ansässigen Roma und Sinti beschrieben, er meinte die hisige Polizei würde das was die machen nicht interessieren, deshalb gäbe es um Cheb einen Kinderstrich.

Vorsicht jetzt wird es provokant:
Meiner Ansicht nach sollte man das Altmaterial legalisieren und zwar auf die Weise, daß die Bilder in den vorhandenen Bildarchiven bei den Kriminalbehörden mit einem Wasserzeichen versehen werden und nur Bilder mit diesem Zeichen legal sind. Hätte den Vorteil, daß Neumaterial einfacher elektronisch zu erkennen wäre und der eine oder andere seine Neigungen legal ausleben könnte ohne eine eventuelle Nachfrage zu erzeugen. Desweiteren wäre die Definition so einzuengen, daß nur wirkliche Kinderpornographie betroffen ist und das beinhaltet meiner Ansicht nach die Freigabe virtueller (computergenerierter) Bilder, Zeichungen sowie von Texten (da es dort keine Opfer gibt) und auch ein Überdenken ob z.B. die diversen Lolitaseiten die überwiegend aus Posing bestehen wirklich verfolgt gehören. Ebenso wäre der Besitz zu legalisieren, mit der Aufforderung unbekanntes Material was neu zu sein scheint zu melden, denn nicht die Bilder sind wenn überhaupt (vgl. Sexting h**p://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,601399,00.html ) das Verbrechen sondern die Tat selber und ich bin der Ansicht, daß sich die Herren Strafverfolger eher auf die realen Täter als auf die Konsumenten konzetrieren sollten, zudem wo die finanziellen Mittel im Rahmen der Jugendarbeit, der Anlaufstellen immer weniger werden.

bombjack
DoBuc - 22. Jan, 09:32

Thea Pumbroek

"Es ist sehr schwer, überhaupt Informationen über Thea Pumbroek zu bekommen.","Selbst im Internet gibt es praktisch keine näheren Informationen.","Sie fanden auch heraus, daß praktisch alle Unterlagen über ihren Tod "verschwunden" sind.","Die Angaben zu ihren ersten drei Lebensjahren liegen größtenteils im Dunkeln.","Die rechtlichen Konsequenzen des Falls Thea Pumbroek liegen größtenteils im Dunkeln.","Es gibt widersprüchliche Angaben.","Ein folgender Prozess war nicht öffentlich."Die Akten sind bis heute nur für Kriminalbeamte zugänglich.","Prof. Max Taylor äußert sich in seinem Buch sehr unkonkret, es entsteht aber der Eindruck, daß hier kaum noch Akten existieren.","As we have found in trying to reconstruct the events around her death, nobody remembers her."

Das sind eigentlich nicht die besten Voraussetzungen, um daraus irgendwelche Schlüsse zu ziehen. Aber davon ausgehend, das sich alles so zugetragen hat, wie es beschrieben wurde:

* "Das Urteil lautete schwere Körperverletzung mit Todesfolge."
* "Nein, die Verabreichung von Drogen an Kinder war klar illegal. "
* "allerdings war sexueller Mißbrauch an unter 12-jährigen schon ein Straftatbestand"

Bei all diesen Strafbarkeiten der eigentlichen Tathandlungen, wieso meinst du, bräuchte es einer weiteren Strafbarkeit?

Man kann auch anders herum fragen: Wenn das Kind nicht bei der Produktion von Pornografie grausam gequält und getötet worden wäre, sondern unter anderen Umständen, beispielsweise bei der Produktion von Horrorfilmen, bei medizinischer Forschung (KZ!), bei fehlgeleiteten Erziehungsmaßnahmen von Eltern oder Betreuern, bei Terroranschlägen, Kriegsakten oder religiösen Riten, wäre das dann etwa in Ordnung? Wieso also sollte die Strafbarkeit von Quälerei, Körperverletzung und Tötung von dem Produkt abhängen?

In gleicher Richtung gedacht: Wieso sollte es auf das _Alter_ des Opfers ankommen? Ist es besser, wenn ich eine 60-jährige wehrlose Person quäle und töte?

Ich denke, das unmittelbare, konkrete Vergehen am Menschen muss strafbar sein, nicht abstraktes, unscharfes Brimborium drumherum.

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bombjack (Gast) - 15. Dez, 13:01
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christian (Gast) - 11. Dez, 02:16
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DoBuc - 10. Dez, 14:36
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DoBuc - 10. Dez, 01:05
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Christian schrieb: "Wobei man unterscheiden muss.....
Caroline Kaiser (Gast) - 9. Dez, 19:02
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Wobei man unterscheiden muss.. nach §184c ist...
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@ DoBuc
Ok, das könnte sein... gehe mal davon aus dass...
christian (Gast) - 9. Dez, 18:03
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kalle (Gast) - 9. Dez, 11:44
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Caroline Kaiser (Gast) - 7. Dez, 10:36
Der ist doch anscheinend...
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DoBuc - 7. Dez, 10:19
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DoBuc - 7. Dez, 10:08
@ Caroline Ja, sicher...
@ Caroline Ja, sicher hätte man 184b auch "probieren"...
christian (Gast) - 5. Dez, 20:48
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.. Hm.. irgendwo wohl keinem.. ok er hat wohl ne Vergangenheit...
christian (Gast) - 5. Dez, 19:35

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